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Logotherapeutische Pädagogik

 

 

 

 

 

Eine sinnzentrierte Pädagogik als Prävention

 

 

 

„ Der Mensch ist nicht Opfer sondern Mitgestalter seines Lebens“. ( Frankl )     „Bildung ist die Fähigkeit, Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden und es ernst zu nehmen.“   ( Paul de Lagarde )

 

„ Das Wissen um eine Lebensaufgabe hat einen eminent psychotherapeutischen und psychohygienischen Wert. Wer um einen Sinn seines Lebens weiss, dem verhilft dieses Bewusstsein mehr als alles andere dazu, äussere Schwierigkeiten und innere Beschwerden zu überwinden“. ( Frankl )     „Ein Kompromiss ist dann zustande gekommen, wenn beide Partner das bekommen, was sie nicht haben wollten.“   ( Sprichwort )

 

In diesem Zusammenhang kreierte Frankl den entscheidenden Begriff der „Kopernikanischen Wende“ von einem frustrieten Menschen zu einem kreativen Menschen.  „Mancher lehnt eine gute Idee bloss deshalb ab, weil sie nicht von ihm ist.“  ( Sprichwort )

 

Hier liegt das Geheimnis für ein gelingendes Leben auch unter den herausfordernden Bedingungen, vor die Pädagogen im schulischen Alltag gestellt sind.   „Nicht viele Menschen leisten sich den grössten Luxus, den es auf Erden gibt: eine eigene Meinung.“     ( Sprichwort )

 

Hölderlin sagt: „Dort, wo die Gefahr wächst, dort wächst das Rettende auch“.   „Der Ursprung des Schönen besteht in einem gewissen Zusammenklang der Gegensätze.“ ( Sprichwort )

 

Und so entwickelte ein Pädagogenteam in Österreich analog zu den „ 10 Thesen zur Person“ Viktor E. Frankls die „ 10 pädagogischen Thesen“, um die Möglichkeiten präventiven Wirkens nach seinem Menschenbild aufzuzeigen.

 

 

These:  Balance

 

Der Person als Leib-Seele-Geist-Einheit entsprechen Leistungs-, Liebes- und Leidensfähigkeit. Werden diese Fähigkeiten in der Erziehung nicht gleichwertig geschult, gerät der Mensch aus der Balance, welche die notwendige Stimmigkeit verhindert, in der sich der Mensch als Individuum entfalten kann. In der westlichen Welt ist das Ziel der Pädagogik vordergründig die Leistung. Dadurch geht die Ganzheit und die Unteilbarkeit als das spezifisch Menschliche verloren. Die Situation gerät aus der Balance.                                  

 

Gib dem Leben eine Chance und suche immer die Balance

 

Daraus folgt: Präventive Pädagogik stärkt alle drei pädagogischen Säulen gleichermassen, um Balance zu ermöglichen.

 

 

These:  Sinnorientierung

 

Jeder Mensch hat einen Charakter und prägt sich zur Persönlichkeit. So ist er als Individuum unverschmelzbar mit der Masse und bleibt auch in der Gesellschaft Person. Die Sinnorientierung schützt den Menschen vor der heute sehr verbreiteten Zweckorientierung. Durch direkt intendierten Zweck macht sich die Person vom Erfolg abhängig, verfehlt den Sinn, und diese Haltung führt zur Schräglage der Person. Das vordergründige Streben nach Macht, Prestige, Lust, Geld, Gewinn verführt den Menschen zu „sinnwidrigen Aktionen“, zum Hetzen, Jagen, Erzwingen auf Biegen und Brechen und führt sehr oft zu Burnout und/oder Versagen.

 

Der Sinn weist dir die Richtung klar, leitet nur Zweck, droht Sturzgefahr.

 

Daraus folgt:  Präventive Pädagogik schafft Raum, in dem junge Menschen zum individuellen Sinn finden können.

 

 

These:  Wertschätzung

 

Durch ständige Mängelrügen kann im Menschen zerstört werden, was als Novum angelegt ist und sich nicht über einen „Leisten“ scheren lässt. Wertschätzung hingegen führt zur Aufwertung der Einzigartigkeit und fördert die Selbstachtung und Integrität.

Um es mit Goethe zu sagen, den Frankl immer wieder zitierte: „Wenn wir den Menschen so nehmen, wie er ist, dann machen wir ihn schlechter. Wenn wir ihn aber so nehmen wie er sein soll, dann machen wir ihn zu dem, der er werden kann.

 

Im Kern ist alles schon enthalten, durch Wertschätzung kannst du`s zur Grösse  entfalten

 

Daraus folgt:  Präventive Pädagogik sieht in jedem Menschen den unzerstörbaren, heilen Personenkern und aktiviert dadurch das manchmal verborgene positive Potential.

 

 

These:  Orientierung

 

Der unreife Mensch ist nicht frei von Abhängigkeiten, wie Über-Ich, Druck anderer, Manipulationen, verschiedener Einflüsse, Normen, Gesetzen, …..  Je mehr er jedoch lernt auf sein Gewissen zu hören, um so freier wird er von Abhängigkeiten, er wird autonom und stabil.

Souverän stellt sich der heranwachsende junge Mensch dem Sinn des Augenblicks, dem Sinnvollen und entwickelt sich mit zunehmend geistiger Reife vom Gehorsam des Kindes zur freien, verantwortungsvollen Person, die zu Gewissensentscheidungen fähig ist.

 

Wurzeln nach unten und Sehnsucht nach oben, das ist des Lebens Spannungsbogen

 

Daraus folgt:  Präventive Pädagogik trägt sowohl der „Erdwurzel“ im Menschen Rechnung – gibt Orientierung und Grenzen und hilft auch „Flügel“ zu entfalten.

 

 

These:  Verantwortlichkeit

 

Fremdbestimmtheit bedeutet, andere Menschen oder Situationen für mich wählen und entscheiden zu lassen. Ich gebe meine Wahlmöglichkeit um den Preis meiner persönlichen Gestaltungsmöglichkeit und Verantwortlichkeit aus der Hand, statt selber zu wählen, was ich leben und verantworten will.

 

Lass  nicht andere für dich leben, nur du kannst deine Antwort geben

 

Daraus folgt:  Präventive Pädagogik  mutet altersadäquat Freiheit zu und konfrontiert mit der daraus resultierenden Verantwortlichkeit.

 

 

These:  Pro-agieren

 

Blosses es-haftes Reagieren heisst getrieben sein, und damit versäumt die Person die ihr mögliche Selbst-bestimmung. Die Person jedoch kann pro-agieren, d. h. sie kann für einen bleibenden Wert eintreten, einen hoffnungsvermehrenden Weg wählen und Leidketten sprengen. Sie ist in der Lage, im Gegensatz zum Tier, ihre psychischen Energieschübe sinnorientiert für sich selbst und ihr Umfeld zu transformieren.

 

Hast du zu viel Aggressionsenergie? Pro-Leben verwandle sie!

 

Daraus folgt:  Präventive Pädagogik zeigt in Aggressionssituationen hoffnungsvermehrende Möglichkeiten der „Energie-Transformation“ auf.

 

 

These:  Souveränität

 

Wenn der Mensch in eine krankhafte Opferhaltung verfällt, wie z.B. „Dauerjammern“, kann sich ein Burnout-Syndrom leicht einstellen. Passives Verhalten ist fremdbestimmt. Der aufrechte, sinnorientierte Mensch stellt sich in Souveränität den anstehenden Lebensfragen. Aktives Verhalten ist selbstgestaltend!

 

Die Opferhaltung ist nicht schlau, besser auf deine Eigenkraft vertraue

 

Daraus folgt:  Präventive Pädagogik unterstreicht den Aufgabencharakter des Lebens und leitet an, persönliche Antworten auf Lebensfragen zu finden.

 

 

These:  Weltoffenheit

 

Schaut sich der Mensch, im Egoismus gefangen, ausschliesslich in den Spiegel, um sich und seine Befindlichkeit zu betrachten, um so seinen „Selbstwert“ zu entdecken, wird er werteblind. Weltoffenheit entsteht nur durch den Blick durch das offene Fenster in die Welt hinaus. Nur so können persönliche Aufgaben, Sinnanrufe durch vorfindliche Werte wahrgenommen werden und Sinnerfüllung an einer Sache oder an einer Person tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit schenken.

 

Das Ich wird zum Ich erst am Du“. ( Martin Buber )

 

Daraus folgt:   Präventive Pädagogik öffnet den Blick hinaus in die Welt, damit persönliche Aufgaben wahrgenommen werden können.

 

 

These:  Freiheit

 

Der Mensch ist, was sein Schicksal betrifft, immer abhängig und in Unfreiheit, so wie das Tier. Das sind seine nicht veränderbaren Voraussetzungen: seine Anlagen, seine Geschichte, seine Mitmenschen, sein bisheriges soziokulturelles Umfeld, wie ein Rucksack, den er immer mit sich trägt. Zu diesen schicksalhaften Bedingungen kann die Person jedoch in zumindest potentieller Freiheit Stellung nehmen, wenn ihr Bewusstsein nicht krankheitsbedingt getrübt ist. In dieser Stellungnahme prägt sie ihre Identität und die Welt.

 

Trotz schwerem Schicksal auf dem Rücken, in Freiheit die Wahlmöglichkeiten erblicken.

 

Daraus folgt:  Präventive Pädagogik schärft die Wahrnehmung für den persönlichen Freiraum, zeigt Wahlmöglichkeiten auf und leitet zu sinnvoller Entscheidung an.

 

 

These:  Spiritualität

 

Konsumismus versucht, Menschen auf nützliche, manipulierbare Massenwesen zu reduzieren, die für Machthaber einfach zu führen sind. Der Mensch ist jedoch das in der Liebe versteckte Wesen ( Max Scheler ), rückgebunden in seine Spiritualität an die Ur-Liebe. Der präventiv arbeitende Pädagoge weiss um das fundamentale Geist- und Personsein des Menschen und wird in all seinen Aktionen die Rückbindung an den Logos einbeziehen und seine Schülerinnen und Schüler mit Visionen und Werten konfrontieren, damit ihnen das Herz aufgehen kann. Dieses Wissen liegt jenseits dessen, was die Psychologie, Soziologie und Neurobiologie vom Menschen wissen kann. Das innerste Wesen der geistigen Person ist nicht allen durch Vernunft bestimmbar, sondern zunächst nur durch die Liebe – an die er rückgebunden ist wie der Sonnenstrahl: In jedes Leben leuchtet hell der Sinn, willkürlich kriegst du ihn nicht hin.

 

Daraus folgt:  Präventive Pädagogik weiss um das Personsein des Menschen, ermöglicht Rückbindung an den Logos und konfrontiert mit Visionen und Werten.

 

 

Dieser  Beitrag ist ein Auszug aus der aktuellen Dokumentation der Begleitbroschüre zur Wanderausstellung vom Viktor Frankl Zentrum, Wien, die auch im Schweizerischen  Institut ( ILE )  in Chur  erhältlich ist.

 

 

 

Logotherapie in Aktion:  Praxisfelder und Wirkungsweisen der sinnzentrierten Pädagogik

 

 

In diesem spannenden Buch von Otto Zsok, Kösel – Verlag 2002   ISBN  3-466-36611-9.  „ Nicht nur „sein dürfen“, sondern auch „sein sollen“!  Dieses Praxisbuch beleuchtet den Wirkungskreis, die Einsatzgebiete, die lebensberatenden und therapeutischen Möglichkeiten der Logotherapie:  Kompetente Vertreterinnen und Vertreter stellen über viele Praxisbeispiele die grosse Reichweite dieser auf den Sinn konzentrierten Lebensphilosophie und wahrhaft humanen Seelenheilkunde vor. Einige Themen: Umgang mit Sinnkrisen, Zielgerichtetes therapeutisches Arbeiten, Bewältigung von Angst, Erfahrung neuen Vertrauens, Psychosomatik, Selbsterfahrung, Suchtkrankheit und das Werk von Elisabeth Lukas“.

 

 

Interessante Lebensbeispiele für Eltern, Erziehung, Schule und Gesellschaft finden Sie in dem Buch von Viktor E. Frankl  „Zeiten der Entscheidung“, herausgegen von Elisabeth Lukas im Verlag Herder 1996,  ISBN: 3-451-04475-7.  „Der Wille zum Sinn verändert das Leben. Die geistige Dimension des Menschen, seine Freiheit und Verantwortung, sind lebensentscheidend, trotz biologischer, psychologischer und soziologischer Einflussfaktoren. Inwieweit wir den Spielraum unserer persönlichen Freiheit und Verantwortung nutzen, hängt von unseren Entscheidungen ab, die oft schon sehr früh getroffen werden, aber jederzeit revidierbar sind. Das ist das Hoffnungsvolle und Ermutigende an der von Frankl begründeten und ausformulierten Logotherapie. Ihre Botschaft lautet: Der Mensch hat in jeder Lebenssituation einen gewissen Spielraum, die allzu engen Zwänge und Bedingtheiten zu überschreiten und neue Lebensmöglichkeiten  zu finden“. Ein entscheidender und lebenswichtiger Grundsatz ist, dass bei sämtlichen Entscheidungen  „Freiheit und Verantwortung „ zusammengehören.

 

 

„Mut zum Leben machen“, Selbstwertgefühl und Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen stärken, ein mutiges Buch von Boglarka Hadinger, im Verlag Lebenskunst, möchte ich hiermit empfehlen.  

 

 

„Das Leben meint uns“, 111 Ermutigungen für Paare, ein lesenswertes Buch von Uwe Böschemeyer im Piper Verlag, ISBN  3-492-04406-9.  „Die meisten Menschen sehnen sich zwar nach einer Partnerschaft, doch wenn sie sie erleben, sind viele von ihr enttäuscht. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Eine der Hauptgründe liegt zweifellos im Mangel an Kenntnis dessen, was eine gute Partnerschaft braucht. Alles Leben ist vom Wechselspiel polarer Strukturen bestimmt. Wir würden nie Positives erleben, wenn es nicht Negatives gäbe. Alles Gegensätzliche bedingt sich, gehört zusammen, ist im Grunde eine Einheit.  Der Menschenkenner C.G. Jung hat einmal gesagt, die meisten seelischen und körperlichen Störungen seien Leiden der Seele, die ihren Sinn nicht gefunden habe. Die Praxis zeigt, dass dieser Satz stimmt. Und deshalb sind Störungen, gleich welcher Art, Herausforderungen zur Suche nach einem gelingenden und daher sinnvollen Leben.

 

 

 

 

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